Chemiewerke Monthey (VS): Beispiel eines industriellen Ökosystems, das nach einer Ressourcenreduktion vor Ort und mit regionalen Partnern strebt

Kunden

Cimo, Antenne Régions Valais Romand

Projektdaten

2009–2012

Ausgangslage und Ziele

Die Ursprünge der chemischen Industrie in der Region Chablais sind Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. Die vorhandenen Ressourcen (Wasser, Wasserkraft und Salzminen) ermöglichten die zur Herstellung von Natronlauge, Chlorin und Wasserstoff notwendigen Salzlaugenpyrolyse.

Heute sind am Standort drei Chemieunternehmen angesiedelt: BASF, Syngenta und Huntsmann (insgesamt 3000 Arbeitsplätze). Cimo, ein Joint-Venture zwischen BASF und Syngenta, stellt mit ihren 350 Mitarbeitern die Wasser- und Energieversorgung sicher, verarbeitet die Abfälle und stellt weitere Dienstleistungen zur Verfügung. Die Region im Rhônetal ist somit stark industrialisiert, auch mit der Kerichtverbrennungsanlage SATOM und der Tamoil-Raffinerie.

Vor diesem Hintergrund hat die Wirtschaftsförderung des Kantons Wallist die Strategie "ECHO" lanciert. Dieses bezweckt die Einführung eines innovativen Managements der Rohstoff- und Energieströme, damit die ökologische Performance der Unternehmen ausgebaut und zugleich deren Wettbewerbsfähigkeit erhalten und gesteigert werden kann. Die Chemiewerke Monthey sind eines von zwei Pilotprojekten der Strategie ECHO. Im Rahmen dieses Projekts wurde eine Studie zu international bewährten Verfahren und Vorgehensweisen bei Öko-Industrieparks im Chemiesektor anhand von Best practice sowie ein Vorschlag zur Erfassung der Rohstoss-, Wasser- und Energieflüsse erarbeitet. Für Cimo wurde das Optimierungspotenzial beim Ressourcenverbrauch identifiziert. Zudem wurde der Kanton in seinen Bemühungen unterstützt, die Abwärme besser zu nutzen. 

 

Resultate

  • Moderation der Pilotgruppe sowie verschiedener branchenübergreifenden Arbeitsgruppen
  • Analyse der Stoffströme von Cimo sowie Entwicklung eines Erfassungstools
  • Identifikation von 50 Optimierungsmöglichkeiten und Ausarbeitung von 27 entsprechenden Aktionsplänen zu folgenden Themen: Warmwasser, Hitze und Abgase, Bindung und Verwertung von CO2, Flockungsmittel in der Kläranlage, Asche und Sand in der Kläranlage, Schlamm in der Pumpstation an der Rhône, Grünabfälle und Essensreste, Raffineriegas
  • Machbarkeitsstudie einer Dampfleitung zwischen Cimo und SATOM
  • Erstellung einer Webseite zum Thema Industrielle Ökologie