Ressourceneffizienz und Cleaner Production (RECP) in Entwicklungsländern: Abfall reduzieren und verwerten in der Reis- und Kaffeeproduktion

Kunde

UNIDO (United Nations for Industrial Development Organization)

Projektdaten

2013-2016

Ausgangslage und Ziele

Weltweit steigt die Nachfrage nach Reis und Kaffee, wobei die führenden Regionen für die Produktion Asien und Amerika sind. Diese wachsende Nachfrage führt zu grossen Mengen an biologischen Abfällen, vor allem in Form von Reis- und Kaffeehülsen sowie Kaffeefruchtfleisch. Rund die Hälfte dieser Abfälle wird nicht weiter verwertet, sondern wird ungenutzt entsorgt oder verbrannt. Deshalb soll nun in vier Ländern ein RECP-Prozess (Renewable Energy Cooperation Programme) gemäss UNIDO-Richtlinien aufgebaut und durchgeführt werden. Dabei sollen Technologien geprüft werden, welche sich für die Inwertsetzung von Reis- und Kaffeehülsen sowie von Kaffeedfruchtfleisches eignen. Ebenso sollen entsprechende, wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle und Finanzierungsvarianten erarbeitet werden, um das Potenzial auch wirtschaftlich nutzbar zu machen.

Resultate

  • 28 Cleaner-Production-Audits und eine Situationsanalyse für die Sektoren Reis und Kaffee
  • 50 identifizierte RECP-Massnahmen, welche aufgrund eines verbesserten Energiemanagements unmittelbar Kostenreduktionen bewirken – durchschnittlich wurde bei den verschiedenen Betrieben eine Reduktion des Energiebedarfs von 5 bis 10 Prozent erzielt.
  • Ein Kriterienraster zur Beurteilung von 25 etablierten Technologien sowie zwei Wegleitungen für die Inwertsetzung von Reis- und Kaffeeabfällen inner- und ausserhalb des Produktionsgebiets.

Ausgehend von einer Vielzahl von Projektideen befinden sich nun 13 Projekte in der Entwurfs- oder Umsetzungsphase. Damit können jährlich geschätzt 380‘000 Tonnen Abfall neu weiter verwertet und 270'000 Tonnen CO2-Ausstoss reduziert werden. Die Investitionen belaufen sich auf 20 Millionen Dollar.

Für weitere Informationen

Kaffee Zellstoff, Peru
Reishülsen Steine, Vietnam